Storchennest auf dem Isnyer Rathausdach

Tagebuch
30.06.2019-2. Teil Drucken E-Mail
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Sonntag, den 30. Juni 2019 um 21:34 Uhr

Bevor der große Tag im Leben der kleinen Storchenkinder kommt, noch schnell ein

paar Bilder von der Abendrunde

Unglaublich, wie die Jungstörche in den letzten Tagen gewachsen sind! Und das Gefieder sieht auch schon

toll aus! Einer der drei kleinen Fränkis bei seiner abendlichen Turnstunde

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...oh, die Kamera guckt zu mir rauf.....

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.....da zeig ich doch gleich mal, was ich schon alles drauf hab!

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Sammy-Junior hatte sich anscheinend wieder tagsüber müde geturnt

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Klein-Hope wollte sich nicht der Kamera zeigen, da war nur ein Altstorch auf dem Nest zu sehen.

Zwei Störche hatten sich das Espantor heute als Schlafplatz ausgewählt....

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...einmal unberingt, vermutlich Henriette

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...das ist Peppi, der mit seiner Henriette heuer auf dem Buchennest neben dem Espantor gebrütet

hatte, leider erfolglos, der Nachwuchs hat nicht überlebt. Das Storchenpaar lässt sich seitdem selten

auf dem Nest sehen.

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30.06.2019 Drucken E-Mail
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Sonntag, den 30. Juni 2019 um 15:20 Uhr

Wieder Bilder von der Abendrunde am Vortag.

Sammy-Junior war nach einem heißen, anstrengenden Tag schon müde und hatte

sich zur Ruhe begeben.

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Mama Franka hatte grade eine ordentliche Spätmahlzeit serviert, der Nachwuchs machte sich hungrig

drüber her

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Immer wieder ist ein Storch am Abend auf dem Wassertor zu sehen - vermutlich ein Gast.

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...eine Schlafplatzkontrolle der Dächer und Türme in der Innenstadt, weiterer Schlafgäste wie im vergangenen

Sommer waren (noch) nicht zu sehen.

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Die Bertis vom Sendemast bei der Post waren zu Hause.....falls da nicht die Partner gewechselt haben, dann

steht die beringte Berta vorne im Nest, hinter ihr Berti, der am Gefieder herumzupft

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Die beiden waren rechtzeitig vom Tagesausflug zurückgekehrt, denn die Premiere der Isny-Oper im Innenhof

des Schlosses war angesagt. So ein Ereignis hat man nicht alle Tage, das wollten sich die Störche nicht entgehen lassen

die Musik war bestimmt

auch auf dem Storchennest nicht zu überhören.

Wollte Berta etwa mitsingen? Oder gähnte sie, weil sie die Oper stinklangweilig fand?

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Urs und Ursula vom Rathausnest waren gegen 21.30 ebenfalls  schon zu Hause

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"Gute Nacht, Freunde, höchste Zeit, um ins Bett zu gehen!" anders kann ich das Geklapper nicht deuten,

denn andere Störche waren nicht in Sicht

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Bei den Finnis stand zu der Zeit nur einer im Nest

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29.06.2019 Drucken E-Mail
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Samstag, den 29. Juni 2019 um 16:49 Uhr

Gestern Abend zur Storchenschlafenszeit.....

die Tonis waren schon zu Hause

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...die Paulis waren auch schon da

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Gllück gehabt! Kurz vor Sonnenuntergang turnte Klein-Hope im Nest herum und präsentierte sein puscheliges

Schwänzchen!

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Hallo ihr Storchenfreunde! Ich bin der Große von den Fränkis! Mama und Papa sind noch auf Futtersuche, die

bringen bestimmt ein leckeres Betthupferl mit. Meine beiden kleineren Geschwister schlafen schon. Aber

weil ich schon so groß bin, darf ich länger aufbleiben, und ich passe auch schon auf die beiden Kleinen auf!

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.. Mama und Papa haben auch gesagt, dass ich meine Federchen noch gut pflegen soll!

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Sammy-Junior war schon in der Versenkung verschwunden, offensichtlich hatte er einen anstrengenden Tag

und war früh zu Bett gegangen!

 
28.06.2019 Drucken E-Mail
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Freitag, den 28. Juni 2019 um 15:47 Uhr

Ein einsamer Storch frühstückte heute Morgen beim Segelflugplatz - unberingt, da kann man

in der Regel nicht sagen, um wen es sich handelt. Dieser unberingte Storch kann aber sehr gut

identifiziert werden - es ist Paul, mit seinen charakteristischen schwarzen Punkten am rechten und

am linken Flügel.

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...und weil's so heiß ist, trägt auch Paul weiße Strümpfe!

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Am Nachmittag bei den Baumnestern auf dem Festplatz

Die kleinen Fränkis waren wieder alleine....

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.....allerdings waren immer nur zwei zu sehen, da macht man sich gleich Sorgen!

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Fränki-Junior Nr. 3  - es scheint der Benjamin der drei zu sein so wie er aussieht - hatte ein Einsehen und machte:

"Kuckuck, da bin ich!"

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Irgendwie muss man sich ja die Zeit vertreiben, bis Mama und Papa wieder mit Futter nach Hause kommen,

Fränki-Junior Nr. 1 nutzt Gelegenheit und trainierte schon mal die Flügelchen - ein guter Plan! Die beiden anderen

sind vorsichtshalber in Deckung gegangen, von denen ist nichts mehr zu sehen!

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Ein paar Bäume weiter, auf der verbotenen Linde, hatte Hope-Junior anscheinend dringende Siestatermine,

von ihm war nichts zu sehen. Mama oder Papa bewachten den Mittagsschlaf des Nachwuchses

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Sammy-Junior hatte keine Zeit für eine Siesta, er beobachtete gemeinsam mit seinem Papa die Umgebung und

wartete sehnsüchtig auf Futterexpress Mama, Gefiederpflege zwischendurch ist natürlich auch ganz wichtig!

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27.06.2019 Drucken E-Mail
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Donnerstag, den 27. Juni 2019 um 21:48 Uhr

Bei der abendlichen Kontrollrunde waren die drei kleinen Fränkis wieder mal

alleine zu Hause. Mama und Papa haben jetzt richtig Stress, wenn sie die drei

kleinen Racker mit Futter und Wasser versorgen müssen.

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Heute turnte ausnahmsweise Klein-Hope im Nest herum, die Bilder in der Abenddämmerung sind so schlecht,

die kann ich nicht zeigen, auf weitere Bilder habe ich verzichtet, denn ich stand in einem Ameisenhaufen!

Keine abendliche Turnstunde bei Klein-Sammy, vielleicht hatte er sich tagsüber müde geturnt. Sammy-Senior

bewachte seinen Sprössling

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Es war kurz vor 21 Uhr, so langsam trudelten die Störche ein und suchten ihren Schlafplatz auf.....

.....die Paulis

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Toni und Antonia kamen nach Hause...

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2019 wird als ein trauriges Jahr in die Isnyer Storchengeschichte eingehen. Julia kehrte nicht aus dem  Winter-

quartier zurück, bis jetzt gibt es keine Nachrichten über sie. Am 20. Juni war Romeos fünfter Todestag. Ob

die beiden sich jetzt im Storchenhimmel wiedergetroffen haben?

Dann die Trauer um die vielen Jungstörche aus elf Nestern, die dem nassen und kalten Wetter zum Opfer fielen.

Es starben nicht nur viele Jungstörche, nach dem Starkregen wurde auch ein toter Altstorch auf dem Strommast-

nest gefunden. Die Todesursache konnte nicht mehr festgestellt werden. Nach Auskunft der Techniker des

Strombetreibers, die zur Bergung des Storches vor Ort waren, ist das Nest gut isoliert, der Tod des Storches

kann also nicht durch einen Stromschlag verursacht worden sein.

Aber nicht nur einer der Stromis ist gestorben. Wir müssen davon ausgehen, dass auch Franziska vom Eichennest

beim Neidhammelbrunnen Ende Mai ums Leben gekommen ist. Es war während meines Urlaubes, als die Meldung

über drei tote Störche unterm Neidhammelnest eintraf. Mein erster Gedanke: die Altstörche haben die toten Jungen

aus dem Nest befördert. Bis ein Mitglied des Storchenteams vor Ort war, waren die toten Störche schon geborgen,

wir wissen nicht von wem. Nach meinem Urlaub beobachtete ich am Abend immer wieder zwei Störche auf dem

Eichennest, auf die Ringe, bzw. Beine habe ich nicht geachtet, für mich war klar, das sind die Franzis. Vor wenigen

Tagen habe ich dann erst erfahren, dass es sich bei den toten Störchen unterm Nest um einen Alt- und zwei

Jungstörche gehandelt haben soll. Und seitdem versuche ich am Abend die Rückkehr der Altstörche abzupassen,

um auf die Beine der Eichenneststörche zu achten. Heute Abend hat sich der Verdacht dann bestätigt:

die Störchin, die mit Franz jetzt immer im Nest steht, ist unberingt, also nicht Franziska, denn die war beringt.

Wir werden leider nicht mehr erfahren, was sich da am 28. Mai abgespielt hat. Wie gesagt - ein trauriges

Storchenjahr. Nach so vielen traurigen Ereignissen müssen wir uns einfach über die Wonneproppen

in den Nestern freuen und froh sein, dass es wenigstens die fünf geschafft haben!

Die Neue an der Seite von Franz (der heute allerdings erst später eintrudelte)

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kein Ring am Bein

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Auf jeden Fall verteidigt Franziska die Zweite bereits lautstark das Nest

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