Storchennest auf dem Isnyer Rathausdach

Tagebuch
05.05.2020 2. Teil Drucken E-Mail
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Dienstag, den 05. Mai 2020 um 21:25 Uhr

Freud und Leid liegen auch bei den Störchen so nahe beieinander!

Wir sind traurig, weil es die kleinen Rathausstörche wieder nicht geschafft

haben. Aber wir dürfen uns auch freuen, denn ein kleiner Isnyer von 2019

hat es geschafft!

Hona ist wieder da!

Hona ist das Storchenkind von Hope und Hana von der verbotenen Linde

und war unser kleinstes, zartestes Störchlein im letzten Jahr, wog nur

knapp über zwei Kilo. Die Kleinen sind erfahrungsgemäß die Kämpfer, und

so ist aus Hona ein toller, großer Storch geworden. Ich hatte die Ringnummer

gestern zwar abgelesen, allerdings nicht in meiner Ringnummernliste

nachgesehen. Frau Krome von der Vogelwarte in Radolfzell hat mich

heute drauf aufmerksam gemacht! Hona (DER A 3 N 65) ist mit Senderstorch Bosse

unterwegs, den ich gestern bei Unterried verfolgte. Und bei dieser Verfolgung

habe ich durch Zufall Hona entdeckt. Dann wird Hona den Bosse in das

Geheimnis der Isnyer Futterwiesen einweisen. Wer Hona bewundern will,

der kann sich die Bilder vom gestrigen Tagebucheintrag ansehen.

Das ist der Übernachtungsplatz von Hona, ein Baum vor dem Schützenhaus, mit zwei anderen

Kollegen. Hona schläft also nur ein paar Schnabellängen von Mama Hana entfernt, die in

diesem Jahr auf dem Eschennest neben dem Schützenhaus wohnt.

Wolf hat berichtet, dass Hona heute Abend auch wieder dort übernachtet, gemeinsam mit Herrn Sara

und einem Unberingten.

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Senderstorch Bosse auf seinem Nachtquartier

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Heute Vormittag im Regen: Bosses Sender meldet, dass er sich im Rotmoos aufhält, dann müsste

er einer von den Vieren sein.

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05.05.2020 Drucken E-Mail
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Dienstag, den 05. Mai 2020 um 16:27 Uhr

Ein Fünkchen Hoffnung bestand noch, denn auch am Vormittag lag

immer noch ein Altstorch schützend auf dem Nest. Jetzt haben wir

die traurige Gewissheit, die kleinen Störche vom Rathausnest

haben es leider nicht geschafft. Mit hängenden Köpfen stehen Urs

und Ursula auf dem Nest, ein totes Storchenkind liegt noch im

Nest. Es ist so traurig für Urs und Ursula, das zweite Jahr in

Folge müssen sie um ihre Storchenkinder trauern...

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04.05.2020 Drucken E-Mail
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Montag, den 04. Mai 2020 um 21:22 Uhr

Traurige Nachrichten zu Beginn des heutigen Storchenreportes.

Kathi hat beobachtet, dass Urs heute drei tote Küken aus dem Nest

geworfen hat. Im Rathausnest spielt sich das gleiche Storchendrama ab

wie im Vorjahr. Gestern war recht wenig Aktivität im Nest zu sehen.

Was mag da schiefgelaufen sein? Urs und Ursula können einem wirklich

leid tun. Danke für das  Bild, Kathi, auch wenn's ein trauriger Anblick

ist. Ein klein wenig Hoffnung bleibt noch, vielleicht hat doch noch

ein Küken überlebt.

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Wie immer im Leben liegen Freud und Leid ganz nah beieinander,

auch bei den Störchen.

Sammy und Hana warten anscheinend noch auf ihren Nachwuchs,

wie immer baut Sammy sein Nest noch weiter aus!

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Das ist Linus, der sein Zuhause auch noch verschönern und ausbauen will. Typisch für den Parkplatz auf dem

Festplatz ist die rote Tüte mit dem gelben M. Der Burgertempel ist geschlossen, Drive-in ist möglich, da fährt

man halt zum Festplatz, futtert sich dort satt und wirft die Verpackungen aus dem Autofenster - leider ein

täglicher Anblick!

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Unser sechstes Eichennest scheint so gut wie fertig zu sein! Dieses Storchenpaar ist von der ganz schnellen

Truppe, in Nullkommanix haben die beiden ein Nest auf den Baum gezaubert, auf den Bildern vom Nachmittag

ist zu sehen, dass vermutlich schon mit der Eiablage begonnen wird - die zwei haben es besonders eilig!

Und da müssen natürlich auch neue Namen her - langsam wird's schwierig!

Luis und Luisa werden die beiden heißen. Der beringte Storch wird das Weibchen, also Luisa, sein.

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Perfekt! Einmal in die Kamera gelächelt für's Familienalbum!

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Luis mit stolz geschwellter Brust, Luise beim Probeliegen oder Eier legen???

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Die unberingten Kollegen vom fünften Eichennest haben zwar schon eher mit dem Nestbau begonnen,

aber die beiden sind noch nicht ganz so weit, da werden noch fleißig Stöckchen hin- und hergeschoben.

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Utzi im Landeanflug mit neuem Polstermaterial. Die Störche von unseren Baumnestern sind wahre Fllugkünstler,

denn die Landeanflüge zu den Nestern sind alles andere als einfach!

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Franz der Franzose gönnt seinem kleinen Fränzlein frische Luft!

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Störche mitten im Frühstücksbuffet! Die Frühlingswiesen sind wunderschön, aber eine echte Herausforderung

für diejenigen, die sich für die Storchenbeine mit den Ringnummern interessieren!

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...sieht wunderschön aus, aber so kann kein Storch identifiziert werden!

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Obwohl......zur Zeit ist der Senderstorch Bosse in der Gegend um Isny unterwegs, da hat man eventuell

die Chance, die Antenne auf dem Rücken zu entdecken. Deshalb wurden heute nicht nur Storchenbeine,

sondern auch Storchenrücken äußerst genau begutachtet!

Bosse war nicht bei den frühstückenden Störchen an der Birkenallee dabei, aber Sammy war dort und

stärkte sich!

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....ein Unberingter

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Senderstorch Bosse in und um Isny - die Info kam gestern von Hans Daiber, vielen Dank dafür!

Auf Animal Tracker kann man die Aktivität der Senderstörche verfolgen, naja, die aktuellen Koordinaten

sind nicht immer zu sehen, aber es ist ein Anhaltspunkt. Zum Glück gibt's außer mir noch andere Storchen-

verrückte in Isny, der Informationsaustausch funktioniert. Danke an Wolf für die Koordinateninfo!

Das war dann die Aufgabe, als ich nach Unterried geradelt war: drei Störche im hohen Gras, und

wer ist jetzt Bosse???

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Die Sender und die Antenne auf dem Storchenrücken sind mittlerweile so klein, ich konnte

keinen Sender erkennen und die Ringnummer am Bein von Bosse schon zweimal nicht!

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Geduld und ein bißchen Glück war jetzt gefragt

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Es sei schon mal vorweggenommen, der mit dem dreckigen Hals, das ist Bosse! Sein Kumpel

wollte auch noch mit auf's Bild! Bosse ist ein Zweijähriger Storch vom Affenberg bei Salem

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Bosse (DER A 7 N 92) war mit einem Unberingten und mit DER A 3 N 65 unterwegs

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Das ist Bosse! Die Antenne auf seinem Rücken ist zwar nicht zu erkennen, dafür ist der Ring am

linken Bein gut abzulesen.

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Auf "Animal Tracker" können die Aktivitäten von Bosse verfolgt werden. Er hat in den beiden

letzten Nächten in Isny im Rainstadion beim Hartplatz übernachtet. Da ist es praktisch Pflicht für jeden

Storchenverrückten, dort am Abend nach dem Rechten zu sehen! Tatsächlich, Bosse saß auf einem

Flutlichtmast! Drei Kumpel von ihm hatten sich den Baum direkt vor dem Schützenhaus als

Übernachtungsplatz ausgewählt. Die Bilder kommen dann morgen.

 

 

 

 
03.05.2020 Drucken E-Mail
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Sonntag, den 03. Mai 2020 um 19:58 Uhr

Ein trockener, sonniger Tag - heute durfte der Nachwuchs endlich mal frische Luft schnappen!

Berta vom Eichennest beim Neidhammelbrunnen präsentiert ihre Kleinen, zwei sind es auf jeden Fall!

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Vom Rotmoos aus fotografiert, keine Starfotos, aber für Beweisbilder reicht es!

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...ziemlich unscharf die Vergrößerung, aber die zwei Köpfchen sind gut zu sehen!

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Von Tonis Nachwuchs war auch heute leider nichts zu sehen, egal von welchem Beobachtungsplatz,

die Blätter stören an den wichtigsten Stellen! Toni sah schon wieder pico-bello gepflegt aus, er stand am

Vormittag auf dem Nest, also durfte auch da der Nachwuchs frische Luft schnappen, zu sehen war halt

leider nichts.

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Dann am Nachmittag: Toni kehrt zurück, würgt Futter aus....

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Was dann genau geschah, hab ich nicht in Bildern festgehalten, denn ich konzentrierte mich natürlich auf

die Nestmitte und der erhofften Beobachtung der kleinen Tonis...die sich leider nicht blicken ließen. Rechts am

Bildrand ist Antonia zu sehen, die sich mit dem beschäftigt, was Toni ausgewürgt hat, etwas Schwarzes, grad noch

so zu sehen....

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Antonia beugte sich dann weit über den Nestrand, nachdem sie ein großes Beutestück mehrfach in die Luft

geworfen hatte oder zerteilen wollte?

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Toni beobachtet, was Antonia da so treibt...

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...dann war zu sehen, dass etwas durch die Äste zu Boden fiel. Schreck am Nachmittag, doch nicht etwa ein

Küken??? Nein, es war die fette Beute, die Toni angeschleppt und ausgewürgt hatte, die dann von Antonia

bestimmt nicht mit Absicht über den Nestrand befördert hatte...eine ausgewachsene Kreuzotter!

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Rege Bautätigkeit weiterhin bei dem unberingten Paar auf dem fünften Eichennest, dem Nachbarnest vom

Franznest

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Fleißig gearbeitet, auch am heiligen Sonntag, wurde auch auf dem allerneuesten Eichennest, also

unserem sechsten Eichennest

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Kurzer Überblick:

Aktuell haben wir 13 Brutpaare auf den Nestern sitzen, dazu sind noch zwei Storchenpaare mit Nestbau beschäftigt.

Alleine auf dem Festplatz leben 9 Brutpaare (acht auf Baumnestern, eins auf dem Strommast), dazu sind dort noch

zwei Nester im Bau.

Weiter Storchennester:

auf der Alten Gerbe

auf dem Rathaus

auf der verbotenen Kastanie

auf dem Sendemast

 
02.05.2020 Drucken E-Mail
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Samstag, den 02. Mai 2020 um 21:06 Uhr

Heftige Regenschauer spülten den Staub aus dem Storchengefieder, zwischendurch

gab's auch kurze trockene und sonnige Phasen. Ob der Nachwuchs bei den Paulis

schon geschlüpft ist??? Leider gönnten die Paulis mir auch heute keine Beobachtung

beim Partnerwechsel! Das Geheimnis ums Paulinest wird weiterhin gehütet!

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Auch bei Sammy, Frank und Franz war keine eindeutige Fütterung zu erkennen...

Das ist Utzi, der sich mit Bea ein neues Nest vor dem Schützenhaus gebaut hat. So wie es aussieht, hat es

der zweijährige Schweizer geschafft - Utzi ist am Ziel seiner Träume! Ein eigenes Nest in Isny, eine Partnerin

an seiner Seite.....

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...und wenn alles gut geht, auch bald eine richtige Familie! Utzi und Bea sind jetzt das 13. Brutpaar 2020 in Isny!

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Den Traum vom eigenen Nest und der eigenen Familie hat auch das unberingte Paar auf der Eiche beim

Nest von Franz und Berta beim Neidhammelbrunnen. Am Nest wird eifrig gearbeitet, das Nistmaterial besorgen

sich die beiden auf dem Sportplatz und im Gebüsch daneben.

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Zwischendurch muss auch die Statik des neuen Nestes auf Storchenart geprüft werden!

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Ähnliche Pläne haben auch die Kollegen ein paar Eichen weiter, ebenfalls sehr emsige Nestbauer. Wenn die

beiden es schaffen, dann wäre das Eichennest Nr. 6

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Emil/Emilia im Landeanflug, im Hintergrund die Bewohner des 6. Eichennestes

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Nach dem vielen Regen der letzten Tage sehen die Brutstörche arg mitgenommen aus, da wurde in den kurzen

sonnigen Phasen viel Nässe aus dem Gefieder geschüttelt

Emil und Emilia

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Partnerwechsel

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Linus vom vierten Eichennest

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...Linus bei Regen

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Das ist Berta, Storchengattin von Franz dem Franzosen vom Eichennest beim Neidhammelbrunnen (Eichennest Nr. 2)

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Auch Berta muss sich die Nässe aus den Flügeln schütteln

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Ähnlich sah es auf dem Lindennest der Tonis aus, Toni ist abflugbereit, Antonia schüttelt sich

die Nässe aus den Federn

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Da wachsen so viele Blätter ums Nest herum, es wird nicht so einfach sein, Bilder vom Nachwuchs

hinzukriegen.

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...gleiches Bild bei Frank: Nässe aus den Federn schütteln...

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Tonino und Leonie auf ihrem spartanisch eingerichteten Nest auf der Alten Gerbe

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Stress gab's mal wieder auf dem Rathausdach, verursacht durch Herrn Sara, der nach wie vor der Meinung

ist, er könnte sich vielleicht doch das Rathausnest unter den Nagel reißen!

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Herr Sara versuchte wieder mal, auf dem Rathausnest zu landen. Aber da ist einfach kein Platz für drei

erwachsene Störche plus den Nachwuchs von Urs und Ursula! Urs und Ursula können einem schon

leid tun, ständig werden sie geärgert und gestört!

...und auch hier: Nässe aus dem Gefieder schütteln!

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Gut versteckt hinter dichtem Blattwerk, der Graureiher auf dem Nest von Hope auf der verbotenen

Linde

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