Storchennest auf dem Isnyer Rathausdach

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17.6.2020 - 2. Teil Drucken E-Mail
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Mittwoch, den 17. Juni 2020 um 20:45 Uhr

Der Blick am Nachmittag auf's Paulinest, es war kein Anblick, der beruhigt hätte -

es wäre kein entspannter Abend geworden. Denn bei dem Gewitter am Nachmittag

hat es nochmal ganz kräftig geschüttet. Aber als dann am Abend ganz überraschend die

Sonne zum Vorschein kam, da war eine Nesterkontrolle praktisch Pflicht.

Entwarnung - die kleinen Paulis sehen zwar ganz erbärmlich aus, aber sie stehen

aufrecht im Nest!!!

Anna und Julian

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Die kleinen Tonis waren mit Gefiederpflege beschäftigt. Es ist schon ein Jammer, kaum ist das Gefieder

wieder auf Vordermann gebracht und halbwegs getrocknet, kommt der nächste Regenguss. Aber die

nächsten Tage soll das Wetter werden, da können unsere Daumen, die vom vielen Drücken schon ganz

lädiert sind, sich auch mal ein bißchen erholen.

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Hedi und Victoria waren auch fleißig mit Gefiederpflege beschäftigt

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Unser Sorgenkind, das Stromizwerglein, ist ebenfalls fit und beobachtet aufmerksam die abendliche Yogaübung

von Papa/Mama

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Ein weiteres Storchenkind wächst und gedeiht auf dem Sendemast, der kleine Finni hat sich auch

tapfer durch das storchenunfreundliche Allgäuer Wetter gekämpft

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"müde bin ich geh zur Ruh, schließe meine Augen zu".....so ein Regentag im Leben eines kleinen Storchenkindes ist ganz

schön anstrengend!

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17.06.2020 Drucken E-Mail
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Mittwoch, den 17. Juni 2020 um 16:07 Uhr

Der Vormittag zeigte sich aus Storchensicht von seiner besten Seite.

Es war trocken bei angenehmen 18 - 19° - die Regenverschnaufpause

hatte unser Storchennachwuchs auch dringend nötig! Bei der ge-

planten Storchenrunde am Nachmittag zogen bereits wieder rabenschwarze

Wolken auf, es begann zu stürmen und zu donnern. Da war Eile angesagt,

wenn noch ein paar regenfreie Bilder gemacht werden sollten.

Mein persönliches Sorgenkind, das Zwerglein vom Strommastnest,

war zuerst an der Reihe, und mir fiel gleich ein riesengroßer Stein vom

Herzen: es gab grad Brotzeit, der Kleine hatte (noch) ein trockenes

Gefieder, hatte allerdings keine Zeit, über den Nestrand zu gucken, denn

er hatte dringendere Dinge zu erledigen. Das leckere Futter musste

verspeist werden!

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...der aufmerksame Altstorch bemerkt es immer, wenn da jemand das Nest beobachtet!

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...während der Nachwuchs sich stärkte, fand Mama/Papa noch genug Zeit, um das Nest gründlich auszumisten

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Für's Familienalbum wollte ich nicht nur das Hinterteil des Zwerges fotografieren, also einmal mit dem Rad um

den Platz geradelt bis zu einer günstigen Fotografierstelle. Nett sahen sie aus, Mama/Papa und Kind! Aber

pünktlich dann, als ich auf den Auslöser drückte, ließ sich der kleine pappsatt ins Nest plumpsen und war

nicht mehr zu sehen. Und ich war froh, dass ich ihn wenigstens von hinten putzmunter gesehen hatte!

Denn jetzt gab's absolut nichts mehr zu sehen vom Zwerglein!

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Der Nachwuchs von Emil und Emilia war wie üblich alleine zu Hause. Möglich, dass Mama/Papa einen Ast höher

saß und von dort aus die Aufsicht führte. Ein Unberingter hatte dort auf jeden Fall Platz genommen und guckte

runter auf's Nest

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Wie bereits erwähnt, es stürmte, die ersten Regentropfen fielen, die schwarzen Wolken rückten näher, der

Donner wurde lauter. Die kleinen Tonis hatten sich schon ins Nest gekuschelt...

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...bei den Paulis war nichts zu sehen, beide Altstörche waren ausgeflogen. Ich gehe mal davon aus, dass

sie gemeinsam noch Futter vor dem Gewitter suchen wollten, der Nachwuchs wird brav in Deckung gegangen

sein. Anders will ich dieses Bild jetzt nicht interpretieren.

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16.06.2020 Drucken E-Mail
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Dienstag, den 16. Juni 2020 um 16:04 Uhr

.....es regnet immer weiter, zwar waren heute auch Regenpausen dabei, aber

der nächste Regenschauer ließ nicht lange auf sich warten. Laut Wetterapp

müsste es ab morgen etwas besser werden - unsere Storchenkinder könnten

ein paar trockene Tage brauchen!

Normalerweise fahre ich gerne zu den Nestern, um die Störche zu beobachten und

um nach dem Rechten zu sehen. Aktuell muss ich mich schon aufraffen, weil ich die

nächste Hiobsbotschaft befürchte.

Zuerst eine gute Nachricht: trotz dem vielen Nass von oben gibt es heute keine

weiteren Opfer in den Nestern.

Eichennest der Paulis: Julian und Anna sehen zwar recht mitgenommen aus, aber sie sind fit und machten in der

kurzen Regenpause das einzig richtige, sie pflegten das Gefieder, Mama/Papa machte es vor.

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Auf dem Lindennest der Tonis sah es ähnlich aus, auch dort wurde das Gefieder auf Vordermann

gebracht

Auch das Toni-Trio ist noch komplett, der dritte steht im Hintergrund

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...das Wasser aus den Flügeln schütteln...

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Victoria und Hedi waren alleine zu Hause

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Hedi ist das aktivere Storchenkind der beiden, das war gestern auch zu beobachten. Victoria wartet anscheinend

auf besseres Wetter!

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Wetterbedingt hatte ich für den kleinen Stromi kein gutes Gefühl, ich wollte gar nicht zum Nest gucken.....

...mit klopfendem Herzen fuhr ich das Strommastnest erst ganz zum Schluss an...

ein Altstorch bei der Gefiederpflege, das Zwerglein war zwar auf dem Nest zu erkennen, aber es war nicht zu sehen,

ob es sich noch bewegt, also wieder mal banges Warten......

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...dann die Erlösung - das Zwerglein hob den Kopf!!!

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Die Daumen bleiben weiterhin gedrückt für unseren Winzling! Die nächsten Regenwolken waren schon im

Anmarsch. Heute Nachmittag waren alle Storchenpaare auf den Nestern, das Fotoshooting konnte allerdings

nicht beendet werden - zu viel Nässe von oben!

Aber ein paar Bilder hab ich noch geschafft.

Tonino und Leonie standen auch heute wieder auf dem Eichennest Nr. 5 von Marius und Marie neben dem Franzinest

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Luis vom sechsten Eichennest war heute Zuhause, gestern stand Luisa auf dem Nest. Die beiden haben Isny

also noch nicht verlassen.

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Lina vom vierten Eichennest kann ihr Unglück auch heute noch nicht fassen und versucht immer wieder,

ihr Storchenkind zum Aufstehen zu bewegen.

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Ein Anblick, den man nicht so einfach wegstecken kann...

 
15.06.2020 Drucken E-Mail
Tagebuch
  
Montag, den 15. Juni 2020 um 16:35 Uhr

Nach langer Zeit heute wieder mal ein langer Tagebucheintrag mit vielen Bildern.

Danke an Wolf für die Beobachtungen und an Piri, die seine Bilder ins Forum eingestellt

hat. Toll, dass Ihr beiden das gemacht habt, ich weiiß, wie zeitaufwändig das ist!

Es sah gut aus für die kleinsten Störche zum Ende der vergangenen Woche, die noch unberingt

in den Nestern saßen. Zwei bei Linus, zwei bei den Stromis, zwei bei Felix und Lottchen

und einer bei Sammy und Hana. Dann kam ein starkes Gewitter am Samstag Abend

und leider hörte es nicht auf  zu regnen. Es regnete den ganzen Sonntag, mal mehr,

mal weniger und auch heute gibt es kaum Regenpausen. Absolut kein Wetter für

Jungstörche, deren Gefieder noch nicht richtig ausgebildet ist. Zum Regen kamen

auch die neidrigen Temperaturen, die nichts Gutes hoffen ließen. Heute war dann wieder

so ein Tag, an dem man sich ein anderes Hobby als Störche zu beobachten wünscht.

Von den sieben Kleinsten, die noch unberingt waren, hat es vermutlich nur einer

geschafft, in allen anderen Nestern war leider keine Bewegung mehr zu sehen. Es

ist so schlimm, wenn man die trauernden Altstörche ansehen muss, aber bei

Dauerregen und Kälte hatten die Kleinen einfach keine Chance.

Uns bleibt nichts anderes übrig, als diesem Zwerg aus dem Strommastnest von Mathis

und Sophie die Daumen zu drücken.

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Das ist Linus vom vierten Eichennest. Ungläubig stupft er im Nest herum....

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Lina kommt auch auf's Nest, gefüttert wird nicht

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Die Altstörche können die traurige Tatsache einfach nicht glauben...

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Das Hochhausnest beim Schützenhaus von Sammy und Hana

Sammy schüttelt sich die Nässe aus dem Gefieder

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Auch Hana kann ihr Unglück noch nicht fassen, stupft immer wieder ins Nest...

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Auch hier wechseln sich die Altstörche ab, einer bleibt immer auf dem Nest. Sammy bastelt sogar am Nest

herum

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Nächster trauriger Schauplatz: das Kastaniennest von Felix und Lottchen

Felix stochert ungläubig im Nest herum...

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Auch in diesem Nest wechseln siich die Partner noch ab, am Nachmittag war Lottchen zu Hause

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Dann kam Felix klappernd zurück, einen anderen Kollegen an seiner Seite hatte er noch in die Flucht

geschlagen

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Die Bilder sprechen für sich......

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Das sind Tonino und Leonie, die in dieser Storchensaison das Nest auf der Alten Gerbe bezogen hatten.

Der Nachwuchs der beiden hatte das kalte und nasse Wetter in der vergangenen Woche nicht überlebt,

jetzt ist das Storchenpaar umgezogen und sitzt auf dem Eichennest von Marius und Marie neben dem Franzinest

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Neben den vielen traurigen Neuigkeiten gibt es zum Glück auch Positives zu berichten.

Die Storchenkinder Viktoria und Hedi von Emil und Emilia gedeihen prächtig. Sie guckten heute zwar nicht

sehr begeistert aus der Storchenwäsche, aber sie sind fit!

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Pudelnass, aber putzmunter ist auch der kleine Finni, der auf dem Sendemast leider nicht beringt werden kann.

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Die zartesten, kleinsten Storchenkinder bei der Beringung waren ja die Paulis. Da hat es das kleinste

Storchenkind, Julie, leider nicht geschafft. Umso mehr müssen wir uns freuen, dass Julian und Anna

gesund und munter über den Nestrand schauen.

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Der Futterexpress hat geliefert!!!!!

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Wenig begeistert wegen der Nässe sitzt auch das Trio von Toni und Antonia auf dem Nest

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Die drei sind schon so groß, haben auch großen Hunger, da müssen sie alleine zu Hause bleiben, damit

Mama und Papa genügend Futter herbeischaffen können.

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07.06.2020 Drucken E-Mail
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Sonntag, den 07. Juni 2020 um 20:56 Uhr

Der Wetterbericht aus dem Allgäu ließ nichts Gutes vermuten,

Regen und Kälte, keine Besserung in Sicht. Kleine Jungstörche brauchen

anderes Wetter! Die Nachrichten aus der Heimat klingen nicht optimistisch.

Wir müssen leider damit rechnen, dass es nicht alle Storchenkinder

geschafft haben. Es ist einfach nur traurig. 2020 scheint kein gutes

Storchenjahr zu werden.

 
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