Storchennest auf dem Isnyer Rathausdach

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24.04.2017 Drucken E-Mail
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Montag, den 24. April 2017 um 20:09 Uhr

Zur besten Storchenfrühstückszeit waren etliche Rotbeine am Rande des Rotmoos, in den Schweinebacher Wiesen und im Dornweidmoos unterwegs. In der ersten Reihe unser Toni, das sechsjährige Storchenmännchen aus Neukirch-Wildpoldsweiler...

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...ganz in Tonis Nähe frühstückte Franziska, die vierjährige Storchendame aus Volkertshausen, die erst seit kurzer Zeit in Isny seßhaft geworden ist...

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Das ist der dreijährige Storchenmann Peppi auf seinem Lindennest. Aus Hallodri Peppi ist inzwischen ein braver Storchenmann und angehender Storchenpapa geworden...

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Die Nachbarin Julia, unsere neunzehnjährige Storchendame, werkelte ebenfalls am Nest, während ihr Gatte Paul die Eier warm hielt.

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Unsere Gäste, die noch kein eigenes Nest haben, waren schon kurz nach 7 Uhr ausgeflogen, sie wollten nicht aufs Fotoshooting warten.

Um die Mittagszeit flog Franz mit einem dicken Paket Polstermaterial auf sein Strommastnest.

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Stolz steht der zweijährige Franz neben seiner Partnerin Franziska auf seinem neuen Nest

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Franz und Franziska wurden ganz aufmerksam beobachtet! Ein rotbeiniger Kollege stand auf einer Eiche neben dem Nest...

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Ein alter Bekannter? Von wegen! Es ist schon wieder ein Neuer, der seinen Ring mit der Nummer DER AW 857 am rechten Bein trägt!

 

 

 
23.04.2017 Drucken E-Mail
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Sonntag, den 23. April 2017 um 15:25 Uhr

Die Ereignisse überschlagen sich, ich weiß gar nicht, wo ich zuerst anfangen soll! Zuerst ein paar Bilder von gestern. Einer der Fredis war in den Achwiesen unterwegs und sammelte fleißig Polstermaterial

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Ganz auffällig ist bei diesem Storch der große schwarze Punkt auf dem Flügel. Wie wir alle wissen, hat Paul einen kleinen schwarzen Punkt auf den Flügeln, bei Fred ist der Punkt viel größer!

Und dann die Bilder von heute: Nichts Neues bei den Franzis, auf dem Strommast wird ganz ruhig gebrütet.

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Familienidylle bei Peppi und Henriette

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Nebenan im anderen Lindennest Peppis älterer Bruder Toni

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Schichtwechsel bei den Tonis

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die Lutzis vom Kaminnest waren auch beide anwesend

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da wurde auch geheizt!

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...ein unberingter Storch auf Futtersuche auf der Feuchtwiese neben der Feuerwehr, gut, dass dort jetzt Absperrgitter aufgestellt wurden, damit die Störche nicht mehr im Tiefflug die Straße überqueren können!

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wieder ein Polstermaterialtransporter...

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...reger Flugverkehr über den Achwiesen...

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..Polstermaterial am Zielort angekommen: das Eichennest von Paul und Julia

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Wolf hat gestern tolle Bilder von Julia gezeigt, die bei Lengersau (Richtung Maierhöfen) auf den frisch gemähten Wiesen auf Futtersuche unterwegs ist. Bei einer werdenden Storchenmama kann das ja nur bedeuten, dass sie sich schon mal nach passenden Wiesen umsieht, auf denen sie bald Babynahrung holen kann. Ich denke, Ende der Woche könnten wir mit den ersten Storchenbabies rechnen. Julia wäre zu Zeiten, in denen sie noch Einzelkämpferin mit Romeo war, nie so weit vom Nest weggeflogen. Aber jetzt, als Koloniestörchin, kann sie sich solche Ausflüge erlauben. Die Kolonie hält zusammen und verteidigt gemeinsam die Nester. Am Nachmittag wartete ich geduldig auf einen Partnerwechsel im Eichennest...

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...Julia steht auf und schüttelt sich...

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...aber es werden nur Eier gewendet, keine Schalen rausgeworfen, nicht gefüttert, dann legte sich Paul wieder hin und Julia flog weg.

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Und dann war's plötzlich vorbei mit dem ruhigen Sonntagnachmittag! Die anwesenden Brutstörche klapperten und fauchten, denn über den Nestern kreisten Sonntagnachmittagsgäste. Das war wieder so eine Situation, da reichen zwei Augen einfach nicht, um fünf Nester und sechs Fremdstörche gleichzeitig zu beobachten und auch noch zu knipsen!

Auf der bei allen Störchen beliebten Eiche landete ein unberingtes Storchenpaar...

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...und auf Pauls heißgeliebtem Schlafbaum saßen zunächst zwei...

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...dann drei ...

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...und zum Schluss sogar vier (!!!)...

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...sie saßen aber alle nicht lange auf den ergatterten Landeplätzen, denn sie jagten sich gegenseitig und natürlich ließ sich Paul als erster Storch auf dem Festplatz das überhaupt nicht bieten. Er flog einen Angriff nach dem anderen und versuchte, die ungebetenen Gäste zu verscheuchen. Es war ein einmaliges Schauspiel, die Adebare sind wirklich Akrobaten der Lüfte! Im Zeitlupentempo flogen sie durch die Bäume, über die Nester, man kann es gar nicht beschreiben, es war einfach genial!!!

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...dieser unberingte Frechdachs setzte sich neben das Eichennest der Fredis...

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...da musste Fredi dann doch deutliche Worte sprechen, er jagte den, der ihm zu nahe gekommen war, in die Flucht und landete dann wütend klappernd wieder auf seinem Nest!

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...im Eifer des Gefechtes waren natürlich die Federchen durcheinander geraten, die wurden dann erst mal sortiert!

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...und wer waren die Gäste, die den Festplatz am Sonntagnachmittag unsicher machten??? Vier Störche waren unberingt, aber zwei trugen einen Ring am linken Bein, einer von ihnen ist ein Neuer auf meiner umfangreichen Liste, der DER AU 822,

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..einer der Unberingten...

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Und mittenmang dabei war auch unser Fietje, das zweijährige Storchenkind von Urs und Ursula!

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Die heimatlose Storchenbande wird vermutlich in Isny übernachten. Wenn man frühmorgens unterwegs ist, sieht man noch den einen oder anderen auf den Bäumen auf dem Festplatz sitzen, zwei übernachten auf dem Espantor. Tagsüber sind sie zum Futterfassen unterwegs, und wenn sie gut gestärkt sind, so wie heute Nachmittag, dann besuchen sie die sesshaften Kollegen. Wenn man sonst nichts anderes zu tun hätte, dann könnte man den ganzen Tag dort stehen und beobachten, da kommt keine Langeweile auf!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 
21.04.2017 Drucken E-Mail
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Freitag, den 21. April 2017 um 15:49 Uhr

Nein, acht Storchenpaare in Isny - das reicht noch nicht! Wir haben zusätzlich immer wieder Besucher mit roten Beinen und auch Übernachtungsgäste, z. B. die beiden auf dem Espantor...

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...und ein Einzelgänger auf "der" Eiche beim Neidhammelbrunnen, auf der sich schon mehrere Störche vergeblich mit dem Nestbau versucht hatten.

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Der Storch auf der Eiche blieb brav sitzen bis ich unterm Baum stand und konnte näher in Augenschein genommen werden.

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Ja, es war ein kalter Morgen, -5°, da wurde der Storchenschnabel im Bart versteckt, und weil auch der Storch kalte Füße kriegt, wurde ein Bein ins Gefieder gezogen. Erfahrungsgemäß bevorzugen die Störche dann das beringte Bein!

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Netterweise hatte der Storch dann doch ein Einsehen mit der neugierigen Storchenguckerin unterm Nest und präsentierte sein beringtes Bein - DER AW 825, die Nummer kam mir bekannt vor, die hatte ich vor einigen Tagen bei einem Storch auf der Eiche schon mal abgelesen. Und dann machte es zum Glück endlich "klick", die AW-Nummern hatten wir 2015, und als ich die Ringnummern der Isnyer von 2015 kontrollierte war das Störchlein identifiziert - es ist Fietje!!! Da hätte ich auch schon früher drauf kommen können!

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Er/Sie ist wirklich ein prächtiger Storch geworden! Ich freue mich riesig, denn wenn ich an den kleinen Fietje im Nest bei der Beringung denke.....puh, dem hätte damals niemand ein langes Storchenleben vorausgesagt. Aber wie alle schwachen Storchenkinder ist Fietje ein Kämpfer gewesen (ich denke dabei auch an mein verletztes Patenstörchlein Civale) - das Ergebnis kann sich sehen lassen. Fietje ist alleine unterwegs, er hat vermutlich auf der Eiche übernachtet. Auf dem Rückweg von der Morgenrunde sah ich Fietje Richtung Süden über die Bodenmöser davon fliegen. Die beiden Störche vom Espantor flogen auch in diese Richtung, vermutlich war gemeinsame Futtersuche angesagt.

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Fietje ist auch ein "braver" Storch, er will keine Unruhe stiften und ist mit seinem Schlafplatz auf der Eiche zufrieden. Nebenan auf dem Eichennest von Fred und Frederike wurde am Nest gewerkelt...

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...dann der Partnerwechsel...

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Bei unserem neuesten Brutpaar, Franz und Franziska, sitzt jetzt immer einer auf dem Nest. Gut, dass auch dieses Storchenpaar endlich seinen Platz und seine Ruhe gefunden hat.

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21.04.2017 Drucken E-Mail
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Freitag, den 21. April 2017 um 09:58 Uhr

Fietje ist zurück!!!!!

 

Schon vor ein paar Tagen hatte ich den linksberingten Storch mit der Nr. DER AW 825 auf einer Eiche beim Neidhammelbrunnen bei den Baumnestern abgelesen, bei der Ringnummer allerdings nicht geschaltet. Heute Morgen stand dieses Störchlein wieder auf der Eiche und genoss die Morgensonne. Irgendwie kam mir die Nummer doch bekannt vor, ich überprüfte die Ringnummern der Isnyer Jungstörche von 2015 und tatsächlich, es ist Fietje! Fietje ist ein Storchenkind von Urs und Ursula, der kleinste und schwächste der Isnyer Jungstorchengruppe bei der Beringung. Außerdem stellte Frau Reinhard eine Anomalie am Schnabel fest. Und gerade dieses Störchlein hat es geschafft!!! Glückwunsch an die Patentante Petra!!!

...Bilder folgen

 
20.04.2017 Drucken E-Mail
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Donnerstag, den 20. April 2017 um 15:28 Uhr

Franziska stocherte heute in der Früh mit ihrem Schnabel in den unschönen Hinterlassenschaften der vergangenen Nacht auf dem Parkplatz bei den Schulen herum...

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...und es sah ganz so aus, als wären ihr die Verpackungen von Mäckes durchaus vertraut. Vielleicht kennt sie ja so was von ihrer Lieblingsmüllkippe in Spanien? Wer weiß!

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Aber als sie merkte, dass sie beobachtet wurde, guckte sie ganz entrüstet aus der Storchenwäsche als wollte sie sagen: Seht Euch mal an, was diese Ferkel vergangene Nacht unter unser Nest geworfen haben!

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Ihr Ehestorch Franz prüfte unterdessen die Liegequalität im neuen Strommastnest...

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Und so sah's auf dem Nest am Nachmittag aus: da werden mit Sicherheit die Eier gelegt.....

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Das ist Paul am Morgen bei der Hausarbeit, von Julia sieht man nur die schwarzen Flügelspitzen...

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Paul versucht, wie alle Baumneststörche, störende Zweige abzuknipsen

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Morgenidylle bei Familie Toni vom Lindennest

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Man erkennt es an den Blättern, jetzt war die Inspektion des Kastaniennestes bei der Post an der Reihe! Ein Storch stand neben dem Nest auf der Kastanie. Vielleicht Finn? Dann gibt es tolle Bilder für die Patentante Piri - dachte ich...

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...Fehlanzeige, denn der Storch, der das Finninest besuchte, trug keinen Ring!!!

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Kurzer Blick zum Kaminnest der Lutzis

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Zum Abschluss noch ein Blick auf die Wiesen bei Schweinebach, dort futterten sich am Nachmittag fünf Rotbeine satt!

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