Storchennest auf dem Isnyer Rathausdach

Tagebuch
27.02.2018 Drucken E-Mail
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Dienstag, den 27. Februar 2018 um 17:48 Uhr

Das eisige Wetter hat uns weiterhin fest im Griff, und der Wetterbericht verspricht uns die kälteste Nacht des Jahres, dazu pfeift der Ostwind immer noch gnadenlos. Da gab es natürlich auch heute wieder eine Extraportion für unsere beiden Störche. Heute konnten sie sich endlich mal ungestört in aller Ruhe ihrem Frühstück widmen. Am Ende der Morgenrunde wurde der Eimer wieder abgeholt, und da ließen sich Urs und Julia gut gestärkt bereitwillig fotografieren.

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Inzwischen war auch ein Grauer eingetroffen - zu spät, die Störche hatten kein Krümelchen übrig gelassen!

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Er sieht einfach toll aus in seinem grau-schwarzem Gewand, man könnte meinen, er hätte den Zwiebellook angelegt wegen der Kälte!

Wenn der Wetterbericht hält, was er uns für nächste Woche verspricht, dann hat das große Frieren bald ein Ende, sogar Plusgrade werden vorhergesagt! Und dann wird mit Sicherheit die erste große Storchenreisewelle rollen! Zwei Störche Ende Februar - das gab's bei uns schon lange nicht mehr. In den vergangenen Jahren trafen die ersten Störche schon immer Anfang Februar aus dem Winterquartier bei uns ein. Die haben bestimmt gewusst, dass es nochmal richtig kalt wird! Und dann dürfen wir gespannt sein, wer sich mit wem  zusammen tut. Die Beziehung Urs/Julia ist vermutlich nur eine Zweckgemeinschaft. Der clevere Urs weiß ganz genau, dass er nur über Julia ans gute Essen kommt. Und Julia hat einen starken Mann an ihrer Seite, der ihr den Futtereimer Graureiher-frei hält! Lassen wir uns überraschen!

 
26.02.2018 Drucken E-Mail
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Montag, den 26. Februar 2018 um 21:42 Uhr

Die arktischen Temperaturen haben uns weiterhin fest im Griff! Als ich kurz vor 8 das Storchenfrühstück servierte, wurde ich schon sehnlichst erwartet. Ich denke, eine Energiezulage in Form eines noch besser gefüllten Futtereimers ist aktuell durchaus gerechtfertigt! Nach dem Frühstück blieben Julia und Urs am Futterplatz, dort ist es ja relativ windgeschützt.

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Der strahlende Sonnenschein täuscht, wärmer als -10° wurde es auch tagsüber nicht! Der eisige Ostwind machte uns auch bei unserer Mittagsrunde zu schaffen. Wir hatten die Häuser schon fast wieder erreicht als ich mich nochmal umdrehte. Und wieder einmal schaffte es ein Storch, mich zum Staunen zu bringen! Urs verfolgte mich! Er stand die ganze Zeit mit Julia am Futterplatz, hatte mich dann entdeckt, flog quer über die Wiese und landete ca. 5 Meter von mir und Perdie entfernt im Schnee! Unglaublich, Urs kennt den Genuss eines zweibeinigen Futterexpresses ja noch nicht so lange, aber wie so ein Futterexpress aussieht, das hat er sich ganz genau gemerkt! Er hoffte anscheinend, durch einen treuherzigen Augenaufschlag noch einen kleinen Nachschlag zu ergattern. Hätte ich nicht das beringte Bein zuvor gesehen, ich hätte auf Paul getippt, denn der hat mich ja auch immer verfolgt in der Hoffnung auf eine milde Futterspende!

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25.02.2018 Drucken E-Mail
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Sonntag, den 25. Februar 2018 um 12:03 Uhr

Der eisige Wind pfeift gnadenlos weiter, dazu ist es noch viel kälter geworden! Das Verhältnis der wartenden großen Vögel am Futterplatz war ausgewogen: zwei Störche, zwei Graureiher. Heute platzierte der Fütterassistent den Eimer, Storch und Graureiher warteten geduldig.

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Wieder waren es die zwei zeternden, rabiaten Graureiher, die auf einfaches Futterfassen hofften, aber Urs brachte eindrucksvoll zum Ausdruck, wem der Inhalt des Eimers zustand!

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Und so standen die spurtstarken Grauen zwar als erste am Futtereimer, trauten sich aber nicht, herzhaft zuzufassen, vor Urs hatten sie tatsächlich Respekt!

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Während Urs sich bereits stärkte, kam die übervorsichtige Julia nur langsam näher

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Aber auch Julia bekam ihren Anteil, die beiden Störche schnappten sich dann abwechselnd ein Küken nach dem anderen. Gut, dass Julia einen starken Storchenmann an ihrer Seite hat, der die Graureiiher auf Distanz hält!

 

 

 
24.02.2018 Drucken E-Mail
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Samstag, den 24. Februar 2018 um 16:19 Uhr

Der Frühstückseimer für Storch und Reiher ist immer gut gefüllt, da werden beide satt und es gibt keinen Zoff. Nachdem sich Julia gut gestärkt hatte, flog sie in die Ach und suchte sich dort ein windgeschütztes Plätzchen.

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Um die Mittagszeit war auf dem Webcambild ganz kurz ein linksberingter Storch auf dem Rathausnest zu sehen. War Urs bei eisigem Sturm zurückgekehrt? Oder hatte sich ein anderer Storchengast das Nest angesehen?

Der Nordostwind pfeift weiterhin gnadenlos, und so war es umso erstaunlicher, dass Julia am Nachmittag auf ihrem Nest stand und immer wieder laut klapperte.

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Urs oder ein anderer Storch war an den üblichen geschützten Storchenplätzen zunächst nicht zu entdecken. Und dann flog unsere Storchendame wieder in Richtung Futterplatz, denn sie wusste genau, wer sich dort aufhielt - das Storchenmännchen, das zur Zeit Julias Herz höher schlagen lässt - Urs!!!

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Normalerweise bin ich strikt dagegen, am Nachmittag nochmal eine Storchen-Extrawurst zu servieren. Aber Urs tat mir wirklich leid, er hatte sich heute bei dem eisigen Sturm nach Isny durchgekämpft, das musste belohnt werden. Eine Extraportion Küken wurde aufgetaut, Urs wartete solange geduldig, ein Graureiher machte sich auch Hoffnung. Julia, die sich am Morgen schon satt gefuttert hatte, wartete im Hintergrund. Sie schien froh zu sein, dass wieder ein Storchenmann vor Ort ist!

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Urs spurtet gleich in Richtung Futtereimer, da hat nicht mal der Graureiher eine Chance, Julia beobachtet die Szene.

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Da konnte sich der Graureiher noch so sehr aufregen, schimpfen, mit den Flügeln schlagen und die Haube aufstellen, Urs dachte sich nur: "Du kannst mich mal!" und futterte seelenruhig weiter.

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23.02.2018 Drucken E-Mail
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Freitag, den 23. Februar 2018 um 15:48 Uhr

Julia und ihr grauer Begleiter holten sich auch heute pünktlich ihr Frühstück ab. Der eisige Nordost-Wind pfeift immer noch erbarmungslos, trotzdem verbrachte Julia nicht den ganzen Tag an geschützter Stellle in der Ach, sie flog auch immer wieder mal das Nest an, um nach dem Rechten zu sehen.

 
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