Storchennest auf dem Isnyer Rathausdach

Tagebuch
30.07.2021 Drucken E-Mail
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Freitag, den 30. Juli 2021 um 20:06 Uhr

Zuerst noch ein paar Bilder von der gestrigen Schlafplatzkontrolle. Aber weil

unsere gefiederten Freunde mit den roten Beinen so spät einfliegen, kann man

gar nicht sagen, wer noch in Isny weilt und wer schon abgereist ist.

Vom Jungstorchtrio auf dem Paulinest war nur einer anwesend

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Emil und Emilia vom Eichennest 3 bereiten sich auf die Nachtruhe vor, Lenni ist bestimmt schon abgereist.

Wir wünschen Lenni viel Glück auf seiner ersten großen Reise und einen wachsamen Schutzengel, der ihn

um alle Gefahren drum herumfliegen lässt.

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Auf dem Bergahornnest war Mama Liese zu sehen, der müde Krieger im Nest, das wird Lumi sein.

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..und auch gestern wieder: Allüberall auf den Tannenspitzen, sah man müde Störche sitzen!

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Und dann heute Morgen: Überall auf den freien Baumspitzen und Ästen auf dem Festplatz gut ausgeschlafene

Storchengäste!

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Es waren lauter Halbstarke, die lautstark auf sich aufmerksam machten und nach Leibeskräften die ortsansässigen

Kollegen auf den Nestern ärgerten

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Auch ein Gast, aber einer, der keinen Rabatz machte, der Einjährige aus Bad Saulgau, der schon seit dem

Frühjahr immer wieder mal in Isny zu sehen war.

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Clyde und Bonnie waren empört! So viele freche Storchengäste!

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Dann wurde es eng auf dem Nest, Whisky hatte seinen Rundflug beendet und war zurück gekehrt.

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Einer der Frechdachse war auf dem Lieblingsast von Clyde gelandet...

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...das ging natürlich gar nicht, Clyde kam angerauscht und verjagte den Kollegen

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So sehen Sieger aus!

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Leonie und Tonino

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Liese vom Begahornnest beknibbelte.....Frank? oder Lumi?

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Emil und Emilia bei der morgendlichen Pflege

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Lea vom Strommastnest saß in der Nähe von Emils Eichennest. Lea fiepste ganz jämmerlich. Ob sie auf's Nest

wollte? Mama oder Papa saßen auf dem Nest, aber anscheinend darf Lea dort jetzt nicht mehr einziehen.

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Emil und Emilia, im Hintergrund Lea

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Um die Mittagszeit: 32 Störche auf Futtersuche zwischen Boschen und Boschenhof!

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Die meisten stiefelten durch das hohe Gras, nur einer stand in der vordersten Reihe und zeigte

seinen Ring, es ist ein Einjähriger aus Schlatt, der sich schon seit einiger Zeit in Isny aufhält.

Prüfender Blick nach oben.....ein Hubschrauber flog über die Wiese!

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29.07.2021 Drucken E-Mail
Tagebuch
  
Donnerstag, den 29. Juli 2021 um 21:33 Uhr

Das Tagebuch ist heute schnell geschrieben, denn ich habe mal wieder

die Bilder versemmelt - gelöscht anstatt gespeichert!

8.30 bei den Baumnestern auf dem Festplatz: die meisten Störche, jung

und alt, waren bereits ausgeflogen. Whisky war noch kurz zu sehen, dann

düste auch er los. Auf dem Eichennest von Paul und Pauline waren 2 Jungstörche

zu sehen, Gustl war schon unterwegs, auf der verbotenen Linde wurde fleißig

trianiert. Einer der beiden Storchenkinder von Sammy und Lottchen flog eine

große Runde bis zu Birkenallee, kehre zurück und landete wie ein Profi auf dem

versteckten Lindennest, dafür hatte er eine 1 mit Stern verdient. Da konnte ich auch

einen Teil der Ringnummer ablesen, es war MaLo, der heute Starts und Landungen

übte.

Auf dem Eichennest beim Neidhammelbruinnen war noch ein Alt- und ein Jungstorch

zu Hause. Die Familie von Emil und die drei Stromis waren alle schon unterwegs. Lumi war

auch schon auf Achse, da war Papa Frank alleine auf dem Nest, Sputnik mit seinen

Eltern war auch schon on tour. Ob Manuel und Inka überhaupt noch in Isny sind?

Gesehen habe ich sie schon ein paar Tage nicht mehr. Urs und Ursula genossen

die Zweisamkeit auf dem Rathausnest am Vormittag und beknibbelten sich ausgiebig.

Storchensuchrunde am Nachmittag: ca. 20 Rotbeine waren im Anwander Moos auf

Futtersuche, sie halfen bei der Heuernte! Zwei konnte ich ablesen, es waren Herr

Sara und das doppelte Lottchen. Alle anderen waren viel zu weit weg um identifiziert

zu werden.

Schlafplatzkontrolle gegen 21.15: Das Rathausnest war unbesetzt, auf mehreren

Flutlichtmasten auf dem Sportplatz hatten Gaststörche ein Plätzchen für die Nacht

gefunden. Fast alle Jungstörche waren zu Hause, die Altstörche flogen auch einer

nach dem anderen ein. Auf der "Emileiche" saßen insgesamt 9 Störche. Vermisst

habe ich Lenni, da standen heute die Eltern Emil und Emilia auf dem Nest. Die

Fichtenspitzen neben dem Heizkraftwerk waren auch wieder besetzt, aber um

diese Zeit ist es einfach schon zu dunkel, um einen Ring abzulesen.

 

 

 

 

 
28.07.2021 Drucken E-Mail
Tagebuch
  
Mittwoch, den 28. Juli 2021 um 20:22 Uhr

Info über Mailo, den verletzten Storch aus Mailand, den wir am Sonntag in die

Pflegestation nach Salem gebracht hatten: Dem Storch geht es soweit ganz gut, er

humpelt noch und bleibt noch ein paar Tage in der Voliere in der Pflegestation vom

Affenberg.

Ein Besuch bei den Baumnestern auf dem Festplatz am Nachmittag, als es wieder

trocken war. Bis auf ein Nest waren alle Nester leer!!! Zuhause waren nur

MaLo und Grisu von der verbotenen Linde, die Storchenkinder von Sammy und

Lottchen. Aber die beiden waren nicht untätig! Sie trainierten fleißig, ja, genau

so muss es sein!

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Wer da so fleißig mit den Flügeln flattert kann ich leider nicht sagen, die Ringe der beiden sind verschmiert

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"Hab ich toll gemacht, gell? Habt ihr's alle gesehen?"

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Als das Aufwärmtraining beendet war, flog er sofort weg, der Geschwisterstorch guckte hinterher

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Herrlich!!!!! Endlich ist er weg und ich hab Platz und kann mich so richtig ausbreiten!

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Das sieht doch auch schon sehr vielversprechend aus!

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Der erste Storch hatte einige Runden gedreht, jetzt wollte er wieder landen - bei diesem versteckten

Nest eine wahre Herausforderung für einen Fluganfänger

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Der Geschwisterstorch beobachtet gespannt den Landeanflug, der Graureiher ebenfalls

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Respekt!!!!! Das war wirklich eine Meisterleistung, wenn ein Fluganfänger so eine knifflige Landung hinkriegt,

dann müssen wir uns um den bestimmt keine Gedanken mehr machen. Wir erinnern uns an Jungstorch Hona

vor zwei Jahren (Storchenkind von Hope und Hana, beide nicht mehr in Isny), der schaffte die Landung auf

sein verstecktes Lindennest nicht. Hona übernachtete bis zur Abreise in den Süden auf dem Strommastnest,

dessen Bewohner schon abgereist waren.

Beobachtet wurden die Flugkünste des Jungstorches auch von Herrn Nachbarn Graureiher, der sein Nest zwischen

denen von Toni und Sammy hat.

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Plötzlich Geklapper ringsrum in den Nestern: Ein paar Altstörche waren zurückgekehrt.

Linus vom Eichennest 4 war wieder da

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Frank vom Bergahornnest

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Franz der Franzose vom Eichennest 2 beim Neidhammelbrunnen

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In der Zwischenzeit hatte auch das Eschennest von Bonnie und Clyde Besuch bekommen, es war der Graureiher,

der in räuberischer Absicht dort gelandet war und klaute, was da bloß in seinen Schnabel reinpasste!

Kurz darauf wieder ein Storch auf dem Eschennest.....nicht der Hausherr! Es war Frank, der ebenfalls gucken wollte,

was er für sein Nest noch brauchen konnte.

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Aber dann, bevor er sich mit Diebesgut eindecken konnte: Gefahr im Anflug, nix wie weg!!!!!!

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Frank musste den Turbo zünden, denn der Hausherr näherte sich mit gefühlt doppelter Lichtgeschwindigkeit,

Fuß und Schnabelspitze sind links oben im Bild schon zu sehen

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Geschafft, Flucht geglückt, aber das war knapp!!!

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ganz schön gelenkig so ein Storch!

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27.07.2021 Drucken E-Mail
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Dienstag, den 27. Juli 2021 um 21:17 Uhr

Auch wenn unser Jungstorchvolk noch nicht so gut fliegen kann, lesen können sie auf jeden Fall, denn

vermutlich haben sie den Tagebucheintrag von gestern gelesen, und sich meine Sorgen zu Herzen genommen!

"Wir müssen trainieren für unsere erste große Reise"! hat die Ulli gesagt

lautete deshalb die Devise. Heute Morgen war das Jungstorchtrio von Paul und Pauline schon

ausgeflogen, Lenni vom Eichennest 3 und Lea vom Strommastnest sowieso, Manuel und Inka vom Rathausnest

haben die Fliegerei auch für sich entdeckt.

Whisky vom Eschennest war noch auf seinem Nest, er war gerade dabei, sein Navi zu programmieren. "Beste Futter-

wiese" hatte er eingegeben, kurz darauf flog er los!

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Auf dem Eichennest 2 beim Neidhammelbrunnen war die halbe Besatzung an Bord: Papa Franz mit Ari, Mama

Berta und Raphael waren schon unterwegs

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Gustl vom Lindennest 1 war auch ausgeflogen, ebenso MaLo und Grisu von der Nachbarlinde, da war nur

Papa Sammy zu Hause

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Auf dem Bergahornnest 1 genoß Papa Frank den vielen Platz im Nest, Frau und Kind waren

ausgeflogen

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Am Nachmittag bei den Finnis auf dem Sendemastnest

"Hallo Patentante!"

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...ich mach mich extra hübsch für Dich!!!!!

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Dann der Abend

Es war noch sehr ruhig bei den Baumnestern auf dem Festplatz und die Anzahl der Störche, die um 20 Uhr

schon auf den Nestern saß, war überschaubar. Dunkle Wolken am Himmel verhießen nichts gutes, ich wollte

nicht länger auf die Spätheimkehrer warten

Gustl vom Lindennest der Tonis war schon zu Hause

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Mama Bonnie macht sich bettfertig, Papa Clyde hatte sich auf der Esche gegenüber ein Schlafplätzchne gesucht.

Whisky hatte einen anstrengenden Tag hinter sich und war offensichtlich platt. Zuerst sah man noch sein

Köpfchen, aber das hatte er dann auch hingelegt, da sind nur noch ein paar schwarze Federn von ihm zu sehen

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Peter, Frido und Benjamin waren auch auf's Nest zurückgekehrt.

Immer noch on tour war die komplette Storchenfamilie vom Eichennest 4, Linus, Lina und Sputnik!

Es ist tatsächlich mal unbesetzt, das Nest von Linus, kein Sputnik zu sehen!!!

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Und noch ein Jungstorch ist völlig platt und hat sich schon zur Ruhe begeben: es ist Ari vom Eichennest 2

beim Neidhammelbrunnen, Geschwisterstorch Raphael ist mit der abendlichen Gefiederpflege noch nicht

ganz fertig

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Unter den fünf Schlafgästen, die um diese Zeit schon ein Plätzchen für die Nacht gefunden hatten, war auch der

DER A 3 V 72 auf dem Wassertor

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und ein junger Schweizer, der sich seit ein paar Tagen bei uns aufhält

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Aktualisiert ( Dienstag, den 27. Juli 2021 um 21:47 Uhr )
 
26.07.2021 Drucken E-Mail
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Montag, den 26. Juli 2021 um 20:27 Uhr

Keine besonderen Vorkommnisse aus meiner Sicht, ein ganz

normaler Storchentag, das tut auch mal gut!

Mama Bertas Lieblingsplatz zur Beaufsichtigung des Nachwuchses ist eine Eiche gegenüber vom Nest

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Raphael bringt das Gefieder noch rasch in Ordnung, Ari meint: "Mama, ist das wirklich Dein Ernst??? Müssen

wir heute schon wieder fliegen??? Das haben wir doch vor zwei Tagen schon mal probiert, reicht das denn

nicht?"

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Blick zur Mama

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Ari und Raphael am Nachmittag: Wir machen uns ganz klein, dann sieht keiner, dass wir immer noch zu Hause

hocken!

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Das Trio von Paul und Pauline war ebenfalls zu Hause

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Whisky wollte heute auch nicht ausfliegen

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Gustl wird sogar tagsüber noch gefüttert.....ach Toni, Du meinst es ja gut, aber so wird das nie was mit der

Fliegerei bei Gustl!

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Gustl am Nachmittag: "Es reicht doch, wenn Mama und Papa rumfliegen und mir Futter besorgen, da kann ich

ruhig im Nest bleiben"

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Lumi vom Bergahornnest ist wenigstens nur ab und zu auf dem Nest anzutreffen...

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Sputnik vom vierten Eichennest hat's auch nicht so mit der Fliegerei.....

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Gleiches Spiel bei MaLo und Grisu, ich war drei Mal bei den Nestern und alle drei Mal waren alle

Kandidaten, die grad erwähnt wurden, auf ihrem Nest.....

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So langsam mache ich mir Sorgen wegen unseren Jungstörchen, die einfach nicht fliegen wollen!

Frau Reinhard hatte heute angerufen, um ein paar Fragen über unsere Storchenpaare zu klären. Ich

erwähnte die flugunlustigen Jungstörche. Sie hat erzählt, dass dieses Phänomen heuer nicht nur in Isny

zu beobachten ist, in vielen anderen Nestern wollen die Jungstörche auch nicht fliegen. Sie müssten

jetzt aber viel trainieren, Muskulatur aufbauen, damit sie die große Reise, die sie alle bald antreten werden,

gut überstehen. Also Jungs und Mädels, haltet euch ran und trainiert fleißig, es ist nur zu eurem Besten!

 
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