Es war zuerst ein trüber, grauer Februartag! Eine Einkaufsrunde mit dem Fahrrad
stand auf dem Programm, Abstecher zu den vermuteten Storchenwiesen waren
eingeplant. Glück gehabt! Ein Storchenpaar war auf Futtersuche beim Segelflug-
platz, es waren Urs und Ursula.

Ein paar grüne Flecken auf den schneebedeckten Flächen, dort versuchten sie ihr Glück!

Die Finnis suchte und fand ich auf ihrer Lieblingswiese im NSG Schächele, sehr glücklich sahen sie dort nicht aus!

Die beiden tun mir echt leid! Was für ein unfreundlicher Empfang in Isny! Sie haben sich bestimmt auf ihre
Heimat gefreut und dann: das Nest geklaut und auf den schneebedeckten Wiesen ist kein Futter zu finden,
schlimmer geht's doch fast gar nicht!

Energiesparmodus bei beiden

Am Nachmittag bei Sonnenschein sah die Welt dann schon wieder ganz anders aus! Die milden Temperaturen, Sonne
und Wind sorgten dafür, dass das Grün auf den Wiesen zunimmt!
Finn und Finja waren jetzt auch beim Segelflugplatz und pickten eifrig. Es war gar nicht so einfach, die Störche
auf die große Entfernung überhaupt zu erkennen, zum Glück hatte ich auch das Fernglas dabei!

Finn

Finn auf der linken Seite, rechts ist Finja unterwegs


Urs und Ursula dösten vor sich hin....

netterweise zeigte Urs sein beringtes Bein und hatte das Bein ohne Ring ins Gefieder gezogen


Ein Tag ohne Überraschung? Das gibt's eigentlich selten in der Isnyer Storchenszene, daran scheint sich auch 2022
nichts zu ändern!
Storch Nummer 5 war auch mit von der Partie!!!!!
Es war einer ohne Ring, der sich dort beim Segelflugplatz wie zu Hause fühlte, von den beiden Storchenpaaren
akzeptiert wurde - man kennt sich offensichtlich.
Ich tippe auf Paul vom Eichennest beim ehemaligen Ochsenkeller, ein schwarzes Pünktchen am linken Flügel war zu
erkennen. Paul gehört auch immer zu den Störchen, die die Storchensaison in Isny einläuten.


Auf dem Nachhauseweg flog ein Rotbein über mich drüber, und bis ich die Kamera ausgepackt hatte, stand
er schon auf dem Nest!

Ja, es wird höchste Zeit, dass wir Toni seine Nisthilfe auf die Linde setzen! Toni überwintert zwar in Spanien,
aber bis Mitte Februar ist er normalerweise auch immer im Lande!
Morgen früh um acht Uhr starten die ersten Helfer, Zimmermann Matthias und mein Mann Peter werden auf den
Hof von Bauer Rudi fahren. Dort hat Tonis Nisthilfe überwintert, morgen wird sie wieder zurückgebracht. Der Zimmer-
mann wird noch ein paar Reparaturarbeiten durchführen, die Zapfen ringsrum waren schon ziemlich mitgenommen und
werden bei der Gelegenheit erneuert. Um 9 Uhr wird die Feuerwehr auf dem Festplatz vorfahren. Jürgen hat seine
Kameraden um Hilfe gebeten, und wir sind sehr froh, dass die Jungs immer ein paar Stunden ihrer Freizeit für die
Störche abzwacken. Der Baumpfleger, der die Linde einkürzen muss, ist ebenfalls vor Ort.
Eiin Team von starken Männern, jeder ein Fachmann auf seinem
Gebiet, da kann ja eigentlich nichts schief gehen!
Mein Job wird die Begleitung der Aktion mit der Kamera sein. Erhard wird Weidenzweige besorgen, die in die
Nisthilfe eingeflochten werden. Die Wetterprognosen sind auch nicht ganz schlecht.
Daumen drücken, dass alles klappt wie geplant! |