Storchennest auf dem Isnyer Rathausdach

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10.12.2022 Drucken E-Mail
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Samstag, den 10. Dezember 2022 um 17:44 Uhr

Es ist Winter geworden in Isny!

Ganz leichter Schneefall schon am Morgen, Urs und Ursula hatten irgendwann

das Nest verlassen, wir wollten sie suchen - ohne Erfolg! Die Schneeflocken wurden immer dichter, und das

Storchenpaar war auf's Nest zurückgekehrt, denn auf den verschneiten Wiesen war jetzt nichts mehr zu holen.

Energiesparmodus ist jetzt angesagt. Am nächsten schneefallfreien Tag werden die beiden ihr Winterquartier

aufsuchen und irgendwo im Rheintal zwischen Bregenz und Feldkirch auf besseres Wetter warten!

Bei dichtem Schneefall von der Ferne gesehen dachten wir, dass nur ein Storch auf dem Nest steht. Aber mit

der Kamera herangezoomt erkennt man dann doch beide!

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Schneeflocken aus dem Gefieder zupfen - das bringt heute nicht viel!

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09.12.2022 Drucken E-Mail
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Freitag, den 09. Dezember 2022 um 17:05 Uhr

Jedes Mal, wenn ich an den Baumnestern vorbeilaufe, denke ich an diejenigen, die die Nester

den Sommer über bewohnen. Wo mögen sie wohl jetzt sein? Sind sie noch gesund und munter?

Die Nester sehen um diese Jahreszeit ohne regelmäßige Instandhaltungsarbeiten recht gerupft aus!

Dafür sind sie gut zu erkennen, wenn die Bäume die Blätter abgeworfen haben!

Von links nach rechts:

Eichennest 3 von Emil und Emilia

Eichennest 8 von Herrn Sara und Frau Sarotti

Strommastnest von Mathis und Sophie

Eichennest 6 von Luis und Luisa

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Eichennest 4 von Linus und Lina, das bei einem heftigen Sturm zum großen Teil abgestürzt war

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Nochmal von der anderen Seite:

von rechts nach links: Strommastnest, darüber Eichenenst 3 von Emil, links daneben Eichennest 8 von Herrn Sara,

links oben Eichennest 6 von Luis und Luisa, darunter Eichnest 7 von Jan und Jana

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Der Rest vom Bergahornnest 1 von Frank und Liese, das ebenfalls dem Sturm zum Opfer fiel

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rechts Eichennest 2 von Franz und Berta, links daneben Eichennest 5 von Tonino und Leonie-Fäderi

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Links Lindennest 1 von Toni und Antonia, rechts daneben auf der verbotenen Linde das Nest von

Sammy und Lottchen mit diversen Graureihernesten

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Im Hintergrund in der Mitte das Eichennest von Paul und Pauline, rechts oben das Lindennest von Fridolin

und Mattea

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links oben das Bergahornnest 2 von Rudi und Trudi, rechts nochmal das Lindennest von Fridolin

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Das Eschennest von Bonnie und Clyde

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Das waren die Nester der kleinen Kolonie auf dem Festplatz, die anderen Nester, die in der Innenstadt verstreut sind,

werde ich bei Gelegenheit auch noch mit der Kamera aufsuchen!

 
08.12.2022 Drucken E-Mail
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Donnerstag, den 08. Dezember 2022 um 18:30 Uhr

Urs und Ursula sind weiterhin auf ihrer aktuellen Lieblingswiese bei Ziegelstadel anzutreffen. Noch haben wir

keinen Dauerfrost, die beiden finden noch ausreichend Futter. Das wird sich in den nächsten Tagen allerdings

ändern, für Samstag ist Schneefall gemeldet, und am Sonntag gehen die Temperaturen dann richtig in den

Keller. Dann werden sich Urs und Ursula vermutlich bald von Isny verabschieden.

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Ursula

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Urs

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02.12.2022 Drucken E-Mail
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Freitag, den 02. Dezember 2022 um 21:02 Uhr

Urs hält mit seiner Ursula weiterhin tapfer die Stellung - so, wie es sich für den "Dorfältesten"

gehört! Die Finnis habe ich auch heute nicht gefunden, obwohl ich alle Wiesen, die in Frage

kommen, abgeradelt bin.

Das Storchenpaar vom Rathausnest war auf die Wiesen zwischen den beiden Klein-

gartenanlagen geflogen, um dort nach Futter zu suchen. Es begann ganz leicht zu schneien,

passend dazu hielten sich die Ursis beim Loipeneinstieg auf!

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Ursula

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Urs

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01.12.2022 Drucken E-Mail
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Donnerstag, den 01. Dezember 2022 um 20:53 Uhr

Höchste Zeit, mal wieder von den Isnyer Störchen zu berichten. Eigentlich dreh ich

schon jeden Tag meine Storchenrunde, aber es gibt halt nicht immer Bilder!

Die Finnis waren gestern und heute nicht zu sehen, aber Urs und Ursula sind treu und zuverlässig

bei Ziegelstadel zu beobachten

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Urs

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Ursula

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Vergangenes Wochenende war ich beim Storchenbetreuertreffen in Bad Buchau. Rainer Deschle, der Kollege

von Ute Reinhard, hatte die Betreuer aus dem Bezirk Allgäu/Oberschwaben eingeladen.

Zuerst wurden wir mit ein paar Zahlen gefüttert

2022 gab es in Allgäu/Oberschwaben (ohne Affenberg und Umgebung) 428 Brutpaare und 870 ausgeflogene Jungstörche

2021 waren es noch 354 Brutpaare und 578 ausgeflogene Jungstörche

2010 waren es ca. 70 Brutpaare und ca. 100 ausgeflogene Jungstörche

Die Zahlen sprechen für sich!

Für die Betreuer ist ein enormes Arbeitspensum dazugekommen. Neue Betreuer/Beringer dürfen gerne dazukommen.

Aber nicht nur die Arbeit mit Beobachtungen und Nesterpflege hat zu zugenommen. Ein wichtiges Thema bei dem

Treffen war die fehlende Anzahl an Pflegeplätzen für verletzte Störche. Mössingen bei Tübingen ist die einzige

Anlaufstelle für uns. Aus dem Allgäu oder Oberschwaben sind das an die zwei Stunden Fahrzeit, für einen verletzten

Storch bestimmt auch nicht angenehm. Auf dem Affenberg/Salem werden keine Pflegestörche mehr aufgenommen.

In Mössingen stehen auch nur 10 Pflegeplätze zur Verfügung. Dass das viel zu wenig ist, ist ganz klar. Es wurden

verschiedene Vorschläge gemacht, Gespräche für eine neue Station wurden in die Wege geleitet. Ich hoffe

sehr, dass eine Lösung gefunden wird, denn angesichts ständig steigender Storchenpopulation werden wir

eine weitere Auffangstation dringend brauchen.

 
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